Zweite Runde des Süd-Süd-Dialogs in Aden

Zweite Runde des Süd-Süd-Dialogs in Aden

 

[4. Mai 2019] In Aden begann die zweite Runde des Süd-Süd-Dialogs, der vom Südübergangsrat vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde. Die erste Sitzung fand in Anwesenheit von Präsident Aydaroos al-Zubaydi und Herrn Marwan Ali, Direktor des Büros des UN-Sondergesandten für den Jemen, statt. Weiterhin nahmen Aktivisten, Vertreter von internationalen und südjemenitischen Organisationen sowie Stellvertreter verschiedener Parteien und politischer Gruppen teil.

Präsident al-Zubaydi betonte in seiner Eröffnungsrede, dass der Südübergangsrat von der Wichtigkeit des Dialogs innerhalb der südjemenitischen Bevölkerung überzeugt sei. Der Rat sei offen gegenüber verschiedenen Meinungen, die die Friedens-, Freiheits- und Unabhängigkeitsbestrebungen der südjemenitischen Bevölkerung unterstützen. Der Rat vertraue auf die Bereitschaft der verschiedenen südjemenitischen Gruppen, zusammenzuarbeiten, um gemeinsam eine politische Einigung zu erzielen, die den Südjemenitinnen und Südjemeniten eine sichere Zukunft ermöglicht. Bereits in der ersten Runde des Süd-Süd-Dialogs näherten sich die südjemenitischen Fraktionen an, die die Unabhängigkeit des Südjemen anstreben. Der Rat hofft, auf weitere Annäherung zwischen den Gruppen.

Die derzeitigen Gespräche finden unter erschwerten Bedingungen statt, da die Huthi-Rebellen die südjemenitische Grenze in al-Dhalia angriffen und eine Eroberung des Südjemen anstreben. Daher ruft der Südübergangsrat alle südjemenitischen Fraktionen zum Zusammenhalt auf, um gemeinsam die südjemenitische Bevölkerung vor dieser Bedrohung zu schützen. Ebenso bittet Präsident al-Zubaydi alle Fraktionen, gegenseitige Zugeständnisse zu machen und das gemeinsame politische Ziel der Wiederherstellung der Eigenstaatlichkeit des Südjemen nicht im Wege zu stehen. In diesem Sinne sollen alle südjemenitischen Gruppen politisch effizient handeln, damit eine Vertretung der südjemenitischen Bevölkerung am UN-geführten politischen Prozess teilnehmen kann, um die Interessen der Bevölkerung im Südjemen durchzusetzen.

Der Präsident der Nationalversammlung Ahmad Bin Burik rief die Teilnehmer auf, ihre Differenzen zu überwinden und sich dem Hauptziel der Unabhängigkeit des Südjemen zu widmen. Ihm folgten Redner der verschiedenen Fraktionen, der Jugend sowie Diplomaten, die alle die Wichtigkeit des Süd-Süd-Dialogs betonten.

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